Viridothek
Foto: KENPEI, CC BY-SA 3.0

Gelbliche Stämmchen, fedrige Wedel, ein Hauch Südsee: Die Goldfruchtpalme bringt Urlaubsstimmung ins Zimmer. Dafür will sie Licht und feuchte Luft.

Was sie dir bringt

Mit ihren gefiederten, überhängenden Wedeln und den gelblichen Stielen holt die Goldfruchtpalme die Tropen ins Zimmer – sie gehört zu den beliebtesten Zimmerpalmen1. Die ASPCA führt sie für Katzen und Hunde als ungiftig2, NC State dagegen als gering giftig1 – mehr dazu unter Vorsicht.

Herkunft & Geschichte

Wild wächst die Goldfruchtpalme nur im Osten Madagaskars5 – in dichten Gruppen in Wäldern, auf Sanddünen und an Bächen6. Dort schrumpft ihr Lebensraum7. In vielen tropischen Ländern ist sie dagegen eingebürgert5.

HerkunftMadagaskarNatürliches Verbreitungsgebiet (vereinfacht). Quelle: Plants of the World Online (Kew).

Beschrieben wurde sie 1878 als Chrysalidocarpus lutescens, später hieß sie Dypsis lutescens – so steht sie noch oft auf dem Etikett5. Erbgut-Analysen haben die Gattung Dypsis 2022 wieder aufgeteilt; seitdem gilt der alte Name wieder8. Lutescens heißt „gelblich werdend“ und passt zu den gelben Blattstielen7. Auch die Früchte sind gelb bis orange1.

Vorsicht

Die ASPCA führt die Goldfruchtpalme als ungiftig für Katzen, Hunde und Pferde2. NC State nennt Blätter und Stängel dagegen gering giftig (Übelkeit, Erbrechen), das Palmherz – die Triebspitze mit den jungen Blättern – ist blausäurebildend. Hautreizungen sind nicht bekannt1. Die Quellen weichen ab, also Tiere und Kinder nicht daran knabbern lassen.

Pflege

Licht. Sie braucht viel Licht6, aber keine pralle Sonne: hell und indirekt, nahe am Ost-, West- oder Südfenster9. Im Winter darf sie näher ans Süd- oder Westfenster6.

Wasser. Im Sommer darf die Erde nie austrocknen, aber die Palme auch nie im Wasser stehen; im Winter die Oberfläche leicht antrocknen lassen6. Gieß gründlich, sobald die Oberfläche trocken ist, und leere den Untersetzer9 – als Faustregel im Sommer ein- bis zweimal pro Woche. Staunässe lässt die Wurzeln faulen9.

Temperatur & Luftfeuchte. Ideal sind nachts 18–21 °C und tagsüber 24–29 °C9, im Winter nie unter 13 °C6. Sie mag hohe Luftfeuchte1; in geheizten Räumen hilft eine Schale mit feuchtem Kies6. Für Spinnmilben ist sie sehr anfällig9.

Erde, Topf & Umtopfen. Torffreie Zimmerpflanzenerde oder lehmhaltige Einheitserde6, locker und mit viel organischem Anteil9. Umtopfen alle zwei bis drei Jahre im Frühjahr, wenn die Wurzeln den Topf füllen – vorsichtig, die Wurzeln sind empfindlich9. Die RHS rät, alle zwei Jahre umzutopfen, bis sie in einem 20–30-cm-Topf steht; in den Jahren dazwischen die obersten 5 cm Erde erneuern6.

Düngen. Sie ist salzempfindlicher als die meisten Grünpflanzen – zu viel Dünger lässt die Wedelspitzen absterben10. Die Empfehlungen reichen von alle zwei Wochen6 bis zwei- bis dreimal im Jahr9; als Faustregel von April bis September monatlich und schwach dosiert.

Extras

Im Zimmer wird sie etwa 1,8–2,1 Meter hoch und legt 15–25 Zentimeter im Jahr zu. Kürzen lässt sie sich nicht, denn jeder Trieb wächst nur aus seiner Spitze9. Alte Wedel schneidest du ab, statt sie abzureißen6. Im Freiland wird sie bis acht Meter hoch und blüht im Sommer gelb11 – im Zimmer selten1.

Im Zimmer selten, im Freiland üppig – die gelb-orangen Früchte.
Im Zimmer selten, im Freiland üppig – die gelb-orangen Früchte.Foto: Forest and Kim Starr, CC BY 3.0 us
Die beringten, gelblichen Stämmchen erinnern an Bambus.
Die beringten, gelblichen Stämmchen erinnern an Bambus.Foto: Jules Verne Times Two, CC BY-SA 4.0

Symptome & Hilfe

zu wenigzu viel
Wasser

Braune, trockene Blattspitzen, Wedel vergilben. → Gründlich gießen, bis unten Wasser herausläuft, Überschuss abgießen. Künftig prüfen, sobald die Oberfläche trocken ist.

Wedel werden braun, die Wurzeln faulen. → Seltener gießen, Übertopf leeren. Bei Fäulnis in frische, durchlässige Erde umtopfen.

Licht

Wedel werden gelblich oder verbrennen. → Aus der prallen Mittagssonne nehmen oder eine Gardine vorziehen.

Dünger

Neue Wedel bleiben klein und werden hellgelb, oft zwischen grünen Adern. → Von April bis September monatlich schwach dosiert düngen, mit Spurenelementen wie Eisen.

Wedelspitzen sterben braun ab. → Erde kräftig durchspülen, danach weniger düngen.

Wärme

Rotbraune, abgestorbene Flecken auf den Wedeln – oft nach Zugluft oder einer Kälteperiode. → Wärmer stellen, nie unter 13 °C, weg von Zugluft. Geschädigte Wedel abschneiden.

Zum Mitnehmen

PflanzenkarteVorder- und Rückseite im Format A6 quer – zum Ausdrucken und Danebenstellen
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Steckschild: NameSteckschild mit dem Namen „Goldfruchtpalme“
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Steckschild: Botanischer NameSteckschild mit dem botanischen Namen Chrysalidocarpus lutescens – in jeder Sprache gleich
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Steckschild: KomplettName, botanischer Name, Licht und Wasser als Symbole und ein QR-Code zu dieser Seite
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Lizenz und Namensnennung für die Steckschilder: Lies-mich (TXT)

Quellen

  1. North Carolina State University Extension: Chrysalidocarpus lutescens. Extension Gardener Plant Toolbox. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/chrysalidocarpus-lutescens/ (abgerufen am 12.10.2026)
  2. ASPCA Animal Poison Control Center: Areca Palm (Dypsis lutescens). Toxic and Non-Toxic Plant List. https://www.aspca.org/pet-care/animal-poison-control/toxic-and-non-toxic-plants/areca-palm (abgerufen am 12.10.2026)
  3. Wolverton, B. C., Johnson, A. & Bounds, K. (1989): Interior Landscape Plants for Indoor Air Pollution Abatement. NASA Technical Memorandum TM-101766. https://ntrs.nasa.gov/citations/19930073077
  4. Cummings, B. E. & Waring, M. S. (2020): Potted plants do not improve indoor air quality: a review and analysis of reported VOC removal efficiencies. Journal of Exposure Science & Environmental Epidemiology 30, 253–261. doi:10.1038/s41370-019-0175-9
  5. Royal Botanic Gardens, Kew: Chrysalidocarpus lutescens H.Wendl. Plants of the World Online. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:665962-1 (abgerufen am 12.10.2026)
  6. Royal Horticultural Society: Palms: indoors. RHS Advice. https://www.rhs.org.uk/plants/types/trees/indoor-palms (abgerufen am 12.10.2026)
  7. Friedman, M. H., Andreu, M. G., Quintana, H. V. & McKenzie, M. (2010): Dypsis lutescens, Areca Palm. UF/IFAS Extension, Publication FOR247/FR309. https://edis.ifas.ufl.edu/publication/FR309 (abgerufen am 12.10.2026)
  8. Eiserhardt, W. L., Bellot, S., Cowan, R. S., Dransfield, J., Hansen, L. E. S. F., Heyduk, K., Rabarijaona, R. N., Rakotoarinivo, M. & Baker, W. J. (2022): Phylogenomics and generic limits of Dypsidinae (Arecaceae), the largest palm radiation in Madagascar. Taxon 71(6), 1170–1195. doi:10.1002/tax.12797
  9. Russ, K. & Pertuit, A. (revised by Smith, B. H.) (2015): Indoor Palms. Clemson Cooperative Extension, Home & Garden Information Center. https://hgic.clemson.edu/factsheet/indoor-palms/ (abgerufen am 12.10.2026)
  10. Poole, R. T., Chase, A. R. & Osborne, L. S.: Areca Palm Production Guide. UF/IFAS Central Florida Research and Education Center, Foliage Plant Research Note RH-91-6 (archived copy). https://web.archive.org/web/20151223122602/http://mrec.ifas.ufl.edu/Foliage/folnotes/areca.htm (abgerufen am 12.10.2026)
  11. Royal Horticultural Society: Dypsis lutescens. RHS Plants. https://www.rhs.org.uk/plants/128311/dypsis-lutescens/details (abgerufen am 12.10.2026)
  12. Berger, J., Essah, E. & Blanuša, T. (2024): The impact of plants on the humidity of naturally-ventilated office indoor environments. Journal of Building Engineering 86, 108814. doi:10.1016/j.jobe.2024.108814
  13. Royal Horticultural Society: How to take cuttings from houseplants. RHS Growing Guide. https://www.rhs.org.uk/plants/types/houseplants/how-to-take-cuttings-from-houseplants (abgerufen am 14.10.2026)