Viridothek
Foto: Frank C. Müller, CC BY-SA 4.0

Glänzende, ledrige Blätter, die direkt aus der Erde wachsen, und eine Robustheit, der sie ihren englischen Namen verdankt: Sie verträgt wenig Licht, Zugluft und unregelmäßiges Gießen. Ihre Blüten verstecken sich am Boden.

Was sie dir bringt

Schusterpalmen gehören zu den pflegeleichtesten Zimmerpflanzen: Sie kommen mit wenig Licht, unregelmäßigem Gießen und wechselnden Temperaturen zurecht, daher ihr englischer Name „cast-iron plant“, Gusseisenpflanze1. Damit ist sie eine Pflanze für die dunkle Ecke oder den zugigen Flur, und sie kann viele Jahre alt werden1. Ihre glänzenden, dunkelgrünen, ledrigen Blätter werden bis zu 60 cm lang2,1.

Herkunft & Geschichte

Wild wächst sie im Süden Japans, vor allem in den Subtropen4; der Botanische Garten von Missouri nennt auch China5, eine Zürcher Datenbank Taiwan und die südjapanischen Inseln6. Sie ist die „cast-iron“ oder „bar room plant“ der viktorianischen Zeit, und viele dunkle viktorianische Wohnungen waren mit ihr geschmückt7. Der Name „bar room plant“ (Kneipenpflanze) spielt darauf an, dass sie selbst die Bedingungen in Kneipen mit Spucknapf übersteht8.

HerkunftJapanNatürliches Verbreitungsgebiet (vereinfacht). Quelle: Plants of the World Online (Kew).

Der Gattungsname kommt vom griechischen aspidion, Schild5.

Vorsicht

Die ASPCA führt sie als ungiftig für Katzen und Hunde9; eine veterinärmedizinische Datenbank der Universität Zürich stuft sie als vermutlich ungiftig ein, da sie in der Literatur keine Hinweise auf Giftigkeit gefunden hat6. Das Minnesota Poison Control System führt sie als ungiftig für Menschen, weist aber darauf hin, dass jede Pflanze bei manchen Menschen unerwartete Reaktionen auslösen kann, etwa Verschlucken10.

Pflege

Der RHS-Leitfaden gilt für Schusterpalmen allgemein; diese Art wird am meisten verkauft.

Licht. Am besten wenig oder gefiltertes Licht, weit weg von direkter Sonne, die die Blätter verbrennen kann. Bei sehr wenig Licht wächst sie langsamer, und panaschierte Blätter können rein grün werden1. Laut dem Botanischen Garten von Missouri ist helles, indirektes Licht am besten; direkte Sonne bleicht die Blätter aus5.

Wasser. Von Frühjahr bis Herbst regelmäßig gießen: feucht, aber ohne Staunässe, denn durchnässte Erde kann die Wurzeln faulen lassen. Im Winter etwas weniger, aber nie ganz austrocknen lassen1. Als Faustregel heißt das im Sommer etwa einmal pro Woche.

Temperatur & Luftfeuchte. Am wohlsten bei 5–20 °C, in einem eher kühlen Raum ohne Wärmequellen; sie verträgt Zugluft und wechselnde Temperaturen und kommt mit der ziemlich trockenen Luft normaler Wohnungen gut zurecht1. Der Botanische Garten von Missouri nennt im Winter mindestens 10 °C5.

Erde, Topf & Umtopfen. Sie wächst langsam und kann mehrere Jahre im Topf bleiben, bis Wurzeln aus den Abzugslöchern kommen. Dann im Frühjahr in einen nur wenig größeren Topf umtopfen, in eine Mischung aus je zur Hälfte torffreier lehmhaltiger Erde und torffreier Universalerde1.

Düngen. Vom Frühjahr bis zum Spätsommer einmal im Monat mit normalem Zimmerpflanzendünger1.

Extras

Die unscheinbaren Blüten können direkt am Boden erscheinen, an Zimmerpflanzen aber meist nicht5. Floristen schätzen die Blätter11: In Gestecken halten sie einen Monat oder länger7. 'Variegata' hat cremeweiß gestreifte Blätter1.

Violette Blüten mit hellen, spitzen Zipfeln, direkt auf der Erde einer alten Topfpflanze.
Violette Blüten mit hellen, spitzen Zipfeln, direkt auf der Erde einer alten Topfpflanze.Foto: Boervos, CC BY-SA 4.0

Symptome & Hilfe

zu wenigzu viel
Wasser

Blätter neigen sich zur Seite und werden etwas blassgrün. → Von Frühjahr bis Herbst regelmäßig gießen; im Winter etwas weniger, aber nie ganz austrocknen lassen.

Die Wurzeln faulen. → Weniger gießen – die Erde feucht halten, aber nie nass.

Licht

Sie wächst langsamer; panaschierte Blätter können rein grün werden. → In gefiltertes Licht stellen, weiterhin ohne direkte Sonne.

Blätter verbrennen, bleichen aus oder werden braun. → Weit weg von direkter Sonne stellen.

Zum Mitnehmen

PflanzenkarteVorder- und Rückseite im Format A6 quer – zum Ausdrucken und Danebenstellen
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Steckschild: NameSteckschild mit dem Namen „Schusterpalme“
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Steckschild: Botanischer NameSteckschild mit dem botanischen Namen Aspidistra elatior – in jeder Sprache gleich
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Steckschild: KomplettName, botanischer Name, Licht und Wasser als Symbole und ein QR-Code zu dieser Seite
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Hinweise zu den Dateien: Drucken & Gravieren

Lizenz und Namensnennung für die Steckschilder: Lies-mich (TXT)

Quellen

  1. Royal Horticultural Society: How to grow aspidistras. RHS Growing Guide. https://www.rhs.org.uk/plants/aspidistra/how-to-grow-aspidistras (abgerufen am 21.10.2026)
  2. Royal Horticultural Society: Aspidistra elatior. RHS Find a Plant. https://www.rhs.org.uk/plants/1715/aspidistra-elatior/details (abgerufen am 21.10.2026)
  3. Cummings, B. E. & Waring, M. S. (2020): Potted plants do not improve indoor air quality: a review and analysis of reported VOC removal efficiencies. Journal of Exposure Science & Environmental Epidemiology 30, 253–261. doi:10.1038/s41370-019-0175-9
  4. Royal Botanic Gardens, Kew: Aspidistra elatior Blume. Plants of the World Online. https://powo.science.kew.org/taxon/urn:lsid:ipni.org:names:531586-1 (abgerufen am 21.10.2026)
  5. Missouri Botanical Garden: Aspidistra elatior. Plant Finder. https://www.missouribotanicalgarden.org/PlantFinder/PlantFinderDetails.aspx?kempercode=b579 (abgerufen am 21.10.2026)
  6. Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie, Universität Zürich: Aspidistra elatior. Arznei- und Giftpflanzen (CliniTox). https://www.vetpharm.uzh.ch/giftdb/pflanzen/0345_bot.htm (abgerufen am 21.10.2026)
  7. Stamps, R. H. (2003): Aspidistra Production and Use. University of Florida IFAS Extension, ENH890. https://ufdcimages.uflib.ufl.edu/UF/00/08/93/74/00001/EP14700.pdf (abgerufen am 21.10.2026)
  8. North Carolina State Extension: Aspidistra elatior. North Carolina Extension Gardener Plant Toolbox. https://plants.ces.ncsu.edu/plants/aspidistra-elatior/ (abgerufen am 21.10.2026)
  9. ASPCA Animal Poison Control Center: Cast Iron Plant (Aspidistra elatior). Toxic and Non-Toxic Plant List. https://www.aspca.org/pet-care/animal-poison-control/toxic-and-non-toxic-plants/cast-iron-plant (abgerufen am 21.10.2026)
  10. Minnesota Poison Control System: Plant Guide List. Minnesota Poison Control System. https://mnpoison.org/wp-content/uploads/plant-guide-list.pdf (abgerufen am 21.10.2026)
  11. DelPrince, J. M. (2025): Aspidistra (Aspidistra elatior) for the Farmer Florist. Mississippi State University Extension, Publication 4138. https://extension.msstate.edu/sites/default/files/document/2025-11/P4138_web.pdf (abgerufen am 21.10.2026)
  12. Berger, J., Essah, E. & Blanuša, T. (2024): The impact of plants on the humidity of naturally-ventilated office indoor environments. Journal of Building Engineering 86, 108814. doi:10.1016/j.jobe.2024.108814
  13. Royal Horticultural Society: How to take cuttings from houseplants. RHS Growing Guide. https://www.rhs.org.uk/plants/types/houseplants/how-to-take-cuttings-from-houseplants (abgerufen am 14.10.2026)
  14. DelPrince, J. M. & Perry, J. H. (2021): Care & Selection of Indoor Plants. Mississippi State University Extension, Publication 1012. https://extension.msstate.edu/publications/care-selection-indoor-plants (abgerufen am 11.10.2026)